Bücher

„Wilde Hamburger“

Uwe Westphal & Günther Helm
Wilde Hamburger
Natur in der Großstadt

288 Seiten mit 158 farbigen Abb.
ISBN 3-938017-78-3
Murmann Verlag, Hamburg 2006
19,50 Euro

Möwenkolonien und Blütenpracht im Hamburger Hafen, Füchse und Uhus auf Friedhöfen, brütende Seevögel in Einkaufszentren und auf Baustellen, aber auch Kraniche und Adler, Hirsche und Wildschweine, Fledermäuse und Orchideen – die „wilden Hamburger“ leben mitten unter uns.
In keiner anderen deutschen Großstadt gibt es so viele Tier- und Pflanzenarten wie in Hamburg. Allein 160 Brutvogel- und fast 50 Säugetierarten gehören zum natürlichen Inventar, und mit mehr als 1300 wild wachsenden Pflanzenarten zählt die Hansestadt sogar zu den acht bedeutendsten „hot spots“ der floristischen Artenvielfalt in Deutschland.
Die Autoren sind ausgewiesene Kenner der Natur in der Hansestadt: Der Biologe und Fachjournalist Dr. Uwe Westphal arbeitete bis 2002 als hauptamtlicher Artenschutzreferent beim NABU Hamburg, Günther Helm war bis zu seiner Pensionierung 35 Jahre lang im Naturschutzamt Hamburg tätig, die längste Zeit davon als Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte. Sie nehmen die Leserinnen und Leser mit auf spannende Streifzüge durch den Großstadtdschungel. In zwölf Kapiteln stellen sie die typische Fauna und Flora verschiedener Hamburger Lebensräume vor – von der Innenstadt über Gärten, Parks und Friedhöfe bis an den Stadtrand mit bedeutenden Naturschutzgebieten wie der Fischbeker Heide oder dem Duvenstedter Brook. Sie folgen den Spuren wilder Tiere durch Moore, Wälder und Wiesen, entlang von Elbe und Alster und auch in das Innere unserer Häuser. Dieses Buch erzählt von oft hautnahen Begegnungen mit den „Wilden Hamburgern“, es beschreibt, wo und wie sie leben und welche verblüffenden Anpassungen ihnen helfen, das Stadtleben zu meistern. Der spannend und verständlich geschriebene Text wird illustriert durch zahlreiche Farbfotos hauptsächlich von Günther Helm, der seit vielen Jahren die Natur in der Großstadt mit der Kamera einfängt. In einem Anhang findet sich ein Serviceteil mit Verkehrsverbindungen zu den beschriebenen Gebieten, Ausflugstipps sowie Naturinformationszentren in Hamburg und Umgebung. Das in seiner Art bislang einmalige Buch ist ein Muss für Naturfreunde, aber auch all denen wärmstens zu empfehlen, die ihre Stadt einmal mit anderen Augen betrachten wollen.

Stimmen zum Buch:

„Dass wild lebende Tiere zunehmend den Stadtraum als Lebensraum für sich entdecken, … das macht ein schön aufgemachtes Bilder- und Lehrbuch anschaulich: „Wilde Hamburger“. Der Diplombiologe und Fachjournalist Uwe Westphal beschreibt in sehr lesbarem Deutsch die erstaunliche Artenvielfalt. Vor allem weckt er im zwischen Büro, U-Bahn und Stadtwohnung pendelnden Normalhamburger eine kaum zu bändigende Neugier auf das geheime Naturleben dieser Stadt. Günther Helms Fotos sind instruktiv und bisweilen amüsant.“
(Welt am Sonntag)


„Der Naturforscher Uwe Westphal erzählt zum Beispiel von Schweinswalen vor Blankenese und Bodentermiten im Heizungssystem. In leicht verständlicher Sprache und mit anschaulichen Beispielen erklärt er das Verhalten und die Lebensweise vieler Tierarten. Westphal kombiniert Forschungsergebnisse mit persönlichen Erlebnissen und sorgt so für spannende Geschichten von unbekannten Nachbarn und Mitbewohnern.“
(Lisa Thormählen, taz Hamburg)



„Das Mühlenberger Milliardenloch“

Uwe Westphal & Renate Nimtz-Köster
Das Mühlenberger Milliardenloch –
Wie ein Flugzeug die Politik beherrscht

Broschiert, 224 Seiten, 29 Abbildungen
Edition Nautilus, Hamburg 2005
ISBN 3-89401-472-5
14,90 €

„In Hamburg lässt sich beobachten, was internationaler Standortwettbewerb für die lokale Politik bedeutet.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Der Streit um den Airbus A380 machte bundesweit Schlagzeilen: Für den weltweit größten Luxusflieger opferte die Stadt Hamburg das „Mühlenberger Loch“, eine international geschützte Elbbucht. Ein benachbartes Dorf sollte der Landebahn weichen. Der Konflikt wurde zum Politskandal, der beispielhaft die Folgen der Globalisierung zeigt. Ein „global player“ bestimmt mit Hilfe aus Berlin, Paris und Brüssel die Entwicklung einer ganzen Region.

„Ein engagiertes Buch zur richtigen Zeit. Eine scheinbare Provinzposse enthüllt sich bei genauerem Hinsehen als Paradebeispiel für die rücksichtslosen Strategien globaler Konzerne. Diese global player sind die streng hierarchischen Machtzentren des 21. Jahrhunderts. Sie vermögen jedes demokratische Staatswesen in ihren Dienst zu zwingen.
Ein sorgfältig recherchiertes, spannend geschriebenes Drama zwischen den Helden des Alltags und einer diktatorischen Übermacht, deren Moral einzig von der Dividende bestimmt ist.“ (Hark Bohm)


Stimmen zum Buch:

„Die angeblich unvermeidliche Kapitulation lokaler Politik vor der übermächtigen Globalisierung ist so unvermeidlich nicht. Selbst beim Bau des Airbus A380 … gab es wirtschaftlich plausible Alternativen. Der Biologe und Fachjournalist Uwe Westphal entwirrt gemeinsam mit Renate Nimtz-Köster, der langjährigen Wissenschaftsredakteurin beim SPIEGEL, den Streit um das Mühlenberger Loch. Dabei werden viele vermeintliche Sachzwänge als interessengeleitete Entscheidungen entlarvt und nicht wenige Volksvertreter als Handlanger eines Luftfahrtkonzerns demaskiert. Lehrstück darüber, ´wie ein Flugzeug die Politik beherrscht`. Pflichtlektüre für den Wahlsamstag!“
(Evelyn Finger, DIE ZEIT)

„Ein mutiges, gut recherchiertes Buch. … In komprimierter Form liest sich das Buch wie ein Politkrimi.“
(Björn Vasel, Altländer Tageblatt)

Das Geschacher um den Bau des Riesen-Airbus zeigt, wie Großkonzerne Staaten und Kommunen in einen ruinösen Subventionswettbewerb treiben. Unter diesem Druck wurde die Stadt Hamburg zum Erfüllungsgehilfen eines „global player“, der die Entwicklung einer ganzen Metropolregion bestimmt. Ein durchgehend sachlich, aber dennoch spannend geschriebenes Buch, das aufwühlt und eine beunruhigende Erkenntnis hinterlässt: Heute spielt das Stück in Hamburg, morgen in einem anderen Teil der globalisierten Welt. Das Mühlenberger Loch ist überall.“
(Tobias Hinsch, Naturschutz in Hamburg)

„Am Ende weiß man viel von dem, was nicht in der Zeitung stand.“
(Markus Risch, Seevögel)



„Botulismus bei Vögeln“

Uwe Westphal
Botulismus bei Vögeln

Paperback, 100 Seiten, mit 7 Abb. und 16 Tab.
Aula-Verlag, Wiesbaden 1991
ISBN 3-89104-0513-1

Vergriffen, noch wenige Restexemplare beim Autor erhältlich.

In den letzten Jahren kam es in Deutschland und anderen europäischen Ländern zu verheerenden Massensterben unter wildlebenden Wat- und Wasservögeln. Die Todesursache hieß Botulismus, eine durch ein bakterielles Nervengift hervorgerufene Krankheit, die auch für den Menschen und seine Nutztiere eine ernsthafte Gefahr darstellt. Die vorliegende Arbeit gibt zum ersten Mal einen vollständigen Überblick über den Wissensstand zum Phänomen des Botulismus bei Wild- und Hausgeflügel. Neu ist der interdisziplinäre Ansatz, der Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen Bereichen der Naturwissenschaften verknüpft.
Zunächst werden die mikrobiologischen und toxikologischen Grundlagen dargestellt. Es folgt eine ausführliche Beschreibung der freilandökologischen Aspekte, wie notwendige Bedingungen und Risikofaktoren für den Ausbruch von Botulismusepidemien, Verbreitungsmechanismen sowie mögliche Zusammenhänge mit verschiedensten Umweltbelastungen. Zum Schluss werden in einem praktischen Teil Untersuchungsmethoden und Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Botulismusausbrüchen behandelt.

Interessentenkreis: Ornithologen, Naturschützer, Veterinärmediziner, Jäger, Geflügelzüchter und -halter


Stimmen zum Buch:

„Sehr verdienstvolle und erfreulich übersichtlich gehaltene Arbeit, die eine große und diverse Informationsmenge verarbeitet.“
(Einhard Bezzel, Journal für Ornithologie)

„Für den internationalen Vogelschutz stellt das Buch ein wichtiges Grundlagenmaterial dar.“
(M. Görner, Acta ornithoecologica)

Insgesamt erschienen zahlreiche Rezensionen des Buches „Botulismus bei Vögeln“ in einschlägigen Fachzeitschriften in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Spanien, Großbritannien und den Niederlanden.