Dem Spauz auf der Spur
Zwei Frauen suchen nachts im Wald nach seltenen Eulen und innerem Frieden
Langsam fährt der silberfarbene VW-Golf den verschneiten Waldweg entlang. Biegt noch einmal ab und bleibt schließlich mitten im Wald stehen. Zwei Frauen, beide Anfang sechzig, steigen aus. Beide dick vermummt gegen die Kälte. Ein klarer Februarabend. Fünf Grad unter Null, und die Sonne wird gleich untergehen. Düster ragen knorrige Kiefern gegen den rosa Horizont. Fahl leuchtet schon die Sichel des zunehmenden Mondes am Himmel. „Uhlenflucht“ heißt diese Schummerzeit zwischen Tag und Nacht hier bei den alten Bauern. Das ist das niederdeutsche Wort für „Eulenflug“. Die Zeit, in der die Eulen aktiv werden. Und genau darauf warten Ingrid Wille und Erika Müller.
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